Intuitives Malen – Workshopinfos

Erläuterungen zu meinen Malfreudeworkshops

Dass ich selbst während des Malens die Bedeutung meiner Bilder nicht verstehe, heißt nicht, dass diese Bilder keine Bedeutung haben. Im Gegenteil, sie haben eine so tiefe, komplexe, zusammenhängende, ungewollte Bedeutung, dass sie sich der einfachen Analyse einer logischen Intuition entziehen. Salvador Dali

Was ist intuitives Malen?
Das intuitive Malen unterscheidet sich vom gezielteren Malen eines Stillebens, einer Landschaft, eines Portraits dadurch, dass ich nicht den Anspruch haben muss, dass das was ich male richtig ist im Sinne der Perspektive, der Farbgebung, des Bildaufbaus. Beim intuitiven Malen lasse ich mich auf mein Inneres ein – mein innere Bilderwelt, die sich hier ausdrücken darf. Es kann auch sein, ich habe den Impuls einen Gegenstand zu malen und wenn ich es laufen lasse, kann etwas andres entstehen oder ganz viel mehr dazu oder eben nur das, was der erste Impuls war.  Weil es genügte. Das Gemalte kann uns widerspiegeln was wir für ein Bild von der Welt haben, das kann spannend sein, auch aufschlussreich oder auch lehrreich und erleichternd. Ohne etwas mit dem Kopf hinein zu interpretieren.

baumKreativität hat viele Gesichter. Malerischer Ausdruck ist eins davon. Menschen sind schöpferisch, im Leben, im Beruf, im Gestalten, in der Musik, im Sport – im Malen. Schöpferische Prozesse die mich beim Malen begleiten, können sich auch im Alltag auswirken. Ich meine hier nicht die künstlerische Fertigkeit, sondern den Umgang mit mir selbst. Meine Einstellung zu mir selbst, das Vertrauen in mich selbst, die Kontrolle. Der Prozess, das Erleben im künstlerischen Tun kann eine Brücke sein, sich auch im Alltag anders zu verhalten, sich anders zu fühlen. Wertvoll ist nach mehrmaligen Erfahren beim Malen – dass Risiko lohnt. Risiko etwas zu verändern, den Mut es drauf ankommen zu lassen. Das Wunder wenn eine Verwandlung eintrat und das Bild lebt. Aber auch – dass es bis zum Schluss nicht stimmig wird. Dass sich Frust breit macht. Etwas was wir aus dem Leben auch kennen. Und damit nun umgehen lernen.

Kann das jeder?
Die Kunstfertigkeit dabei ist der Flow – das Gefühl ich male ohne Limit aus mir heraus und es macht auch noch Freude.  Das ist nicht selbstverständlich, da wir gerne kontrollieren, Ziele haben, bestimmte selbstgesetzte oder vermeintlich erwartende Vorgaben erfüllen wollen, gefallen wollen usw.  Wir können damit aber lernen umzugehen, wir können uns dabei auch entdecken und auch verändern. Dabei begleite ich nach Bedarf. Und ja, das kann jeder lernen, dazu braucht es keine künstlerische Begabung.

Ist das was für mich?
Ein kleiner Fingerzeig, warum das was für dich sein könnte, ist deine Neugier, dein winzig kleines Interesse, es mal auszuprobieren. Sei dir bewusst, dass nichts von dir erwartet wird. Wirklich nichts. Du kannst ein winziges Stück Papier bemalen oder 5 Bögen. Du kannst dich inspirieren lassen von Literatur, die ich dabei habe. Oder einfach ausruhen und Kaffee trinken.

Was habe ich davon wenn ich teilnehme?
Jeder Mensch ist anders und bringt eine andere Geschichte und Erwartungen mit. Somit wird jeder etwas anderes erleben.

Du wirst eine Zeit für dich gewonnen haben, die dir ein Gefühl von Erfülltheit geben kann.

Du wirst Wertschätzung erfahren, einen Freiraum, etwas Neues, Spielerisches, Ungewohntes ausprobieren können.

Vielleicht auch merken was dir besonders Freude macht oder erstaunt sein, wie sich das freie Malen anfühlt.

Vielleicht nimmst du ein Bild mit, das dich erfüllt oder das dich erstaunt, aber es kann auch sein, dass etwas entstand, was nur für dich wertvoll ist als Erinnerung an diese Malstunden.

Vielleicht auch ein paar ungewohnte Gedankenimpulse die sich im Raum finden oder die ich einfließen lasse. Was kannst du verlieren?


Und wenn mir nichts einfällt?

Das gibt es eigentlich gar nicht, aber auch da gibt es Anfangshilfen. Du darfst natürlich auch ein Stilleben malen. Nur werde ich dir nicht zeigen wie man im akademischen Sinne Stilleben malt, sondern ich werde dich ermutigen es zu malen wie du es fühlst, zum Beispiel. Ich habe auch ein Kartenset dabei, da kannst du dir intuitiv ein Thema ziehen das dir den Anfang vielleicht einfacher macht.


Was ich mir von den Teilnehmern wünsche:

Ich brauche eure Hilfe. Wie oben schon beschrieben wahren wir einen achtsamen Raum, das ist ungewohnt, aber wichtig. Wir dürfen gemeinsam dafür sorgen, dass sich jeder vollkommen mit seinem Tun sicher fühlt. Wenn das eine Bild sehr gelobt wird, steht automatisch ein anderes zurück. Das gilt es zu vermeiden. Wir werden zusammen bei den Bildern und dem jeweiligen Maler stehen und uns achtsam austauschen. Wie es uns ging, warum uns etwas gefällt oder auch nicht, bei jedem ist es auch anders. Jeder ging einen anderen Malweg. Alles ist gut, alles ist richtig.